
Mein kleine, große Tommy,
Als kleines Bündelchen habe ich dich zu uns geholt, damals vor 17 Jahre. Du wirktest etwas verschreckt, ein kleine böse Junge, dabei warst du ein Kater so wie ein Kater sein sollte. Mit Charakter… ohne Kompromisse beanspruchtest du alles was du meintest das dir sowieso zusteht. Ich hatte nicht viel Ahnung und hielt dich für Neurotiker, vor allem als du von Anfang an mein Ohr als Mutterbrust für dich beanspruchst hattest. Immer sagte ich „mein Bauerkater“ wird ewig leben und einmal an Alterschwäche sterben. Krank wird der nie.
Ich vermisse dich so sehr mein Tommy...
Du mochtest keine Götter neben dir… und reagiertest gleich mit Trotzpinkeln. Wie habe ich mich darüber geärgert. Ich erinnere mich noch so gut als ich in der Küche stehend Mali sein Flächen gab und plötzlich spürte wie warm mir am Bein hinunter lief.
Ja, so hast du dein Ärger gezeigt.
Selten eine Katze oder Kater hast du akzeptiert, nur manche mochtest du ein wenig und manche überhaupt nicht. Nur Skyly hast du geliebt. Sogar am seinem Sterbebett warst du bei ihm. Danke Tommy! Danke das nur ich dich auf dem Arm halten dürfte, danke das du böse warst wenn ich ein paar Tage abwesend war, denn auch wenn du auf mein gepackte Koffer oder Reisetasche gepinkelt hast wusste ich das es nur Reaktion auf das dich alleine lassen. Danke das du die die dir Futter gegeben haben in der Zeit missachtest hast, es waren alles Zeichen deine Liebe. Du hast nur mir vertraut und nur mich geliebt. Auch wenn du Kinder toleriert hast sagten sie immer das sie Angst vor dir haben, das war deine Art die auf Abstand zu halten, das war deine Grosse. Männer hatten bessere Zugang zu dir als Frauen, oft habe ich gespaßt und dich „Schwule Kater“ genannt. Männer mochten dich auch, wieso auch nicht…die dürften dich ausgiebig streicheln. Aber schmusen dürfte nur ich mit dir und wehe eine der Katzen wollte dazwischen oder stellte sich in dem Weg, wenn es auch nur am Ende des Betts war.
Ich vermisse dich so sehr mein Tommy...
Du hast nicht viel gespielt, du warst ein Erwachsene im Sinne des Wortes, selten hatte etwas so viel Anziehungskraft das du hinterher warst. Aber als die Schneeflocken von Himmel fielen bist du gesprungen als wärest du bei Wettkampf, es sah so lustig aus, ich sah es gerne auch wenn ich weder Schnee noch Winter mag war ich froh das du Spaß hattest wie ein Kind, wie der kleine Tommy der vor Jahre so sicher in mein Leben trat. Warum weiß ich jetzt erst wie sehr ich dich geliebt habe, warum fehlst du mir jetzt so ungeheuer…warum war 17 Jahre lang so selbstverständlich das du hier bist, das du als 1. Vor der Tür stehst wenn ich Heim komme und mit Würde auf dein Essen wartest ohne vordrängeln, ohne Hast. Mäuse hast du verachtet, dich geekelt…und als Kimby eine Maus gebracht hat warst du der einzige der kein Interesse zeigte.
Als Mambo zu uns kam hat es dir nicht gepasst, Mia hast du geduldet und sie dürfte sich auch zu dir legen aber Mambo war zuviel des guten, vor allem da dein geliebte Skyly erst gestorben war. Und Mambo wurde immer unverschähmte und spielte dem Chef, du warst vorsichtig geworden, dein Gang etwas langsame, schleichende...aber das Mambo dann soweit ging das er dich nicht mehr in die Wohnung ließ wenn du aus dem Garten nach Hause wolltest oder aus der Wohnung in den Garten wurde auch mir zuviel obwohl ich Mambo sehr lieb hatte und mein Herz zersprang als er die Freifahrt nach Zagreb bekam, Einziges Trost war es das es Mambo wirklich gut ging bei meine Familie., er hatte alles für sich, er wurde Einzelkater,
Ich vermisse dich so sehr mein Tommy...
Als du die letzte Tage deines Lebens sogar Mozarella verweigert hast…du hast dein Köpfchen weg gedreht…da wusste ich es…ich wusste das du nicht mehr willst, vielmehr nicht mehr kannst, mein Tommy. Aber solange du noch so schön deine Milch geschleckt hast gab ich nicht auf…du zeigtest mir damit das es geht, nur noch ein Tag mehr, hattest du auch Angst vor der Trennung, Tommy? Grüne Oliven oder sonst welche Leckerlis aus meinen Speiseplan habe ich mich nicht mehr getraut anzubieten, ich wollte es uns ersparen. Du hattest die Größe eines Katers so wie man sich ein Kater nur vorstellen kann, dein Erscheinen weckte Respekt, mit Würde hast du Gäste inspiziert ohne sich dabei in Vordergrund zu stellen, man hat sofort bemerkt das du hierher gehörst so wie ich.
Wir waren ein Team, Tommy.
Und auch wenn ich so richtig sauer war das du dem kleinen Welpen Pepo nicht akzeptieren konntest und gepinkelt hast auf unmöglichsten Stellen, ja sogar auf PC oder Monitor, tagelang hatte ich kein I-net, kein Telefon aber tief in meinem Herzen habe ich dich verstanden und Pepo ging nach Hannover auch wenn ich Herzschmerz hatte. Du hattest wieder dein Frieden, mein Tommy.
Ich vermisse dich so sehr mein Tommy...
Als ich endlich in Bett lag hast du nicht ein Platz neben mir gesucht und gefunden, so wie das andere meine Katzen tun, nein, dein Lieblinsplatz war auf mir, ob auf der Brust oder seitlich, oft war‘s schwer … und ich wollte das du dich neben mir legst. Wie bereue ich es Heute,wie gerne hätte ich die Schwere jetzt. Du wusstest das ich Langschläferin bin, du warst geduldig und hast gewartet, als ich aufstand warst du nicht wie die anderen in die Küche gerannt um Essen zu bekommen, nein du hast gewartet, du wusstest genau das ich erst ins Bad gehe. Wenn ich badete oder auf Klo war…warst du bei mir, das hast du dir von niemanden nehmen lassen und wenn andere dazu kamen bist du gegangen doch ich rief dich zurück und du bist auch wieder gekommen. Du war stolz das du meine Nr. 1 warst. Du warst immer so glücklich wenn ich dich irgendwie bevorzugt habe, dein Blick sagte alles, es war kindlich Tommy aber sehr würdevoll. Du warst ein Feigling wenn es hieß zum Tierarzt zu gehen, du hast den ganzen Weg gejammert, dein miauen war herzerweichend. Der Felix war meine Grosse Liebe, du wusstest es, du hast leise und still gelitten und erst als du verschwunden warst, und nach 6 Wochen gefunden wurdest begriff ich wie viel du mir bedeutest. Als die Tierärztin sagte sie ist nicht sicher ob du durchkommst, du warst abgemagert und ausgetrocknet, als ich dich sah war ich mir nicht ganz sicher das du bist. Erst als du versucht hast an meinen Ohr zu nuckeln was misslungen ist. Du hattest weder Kraft noch Spucke und du hattest maßlos Hunger aber essen konntest du auch nicht, durch den Versuch wusste ich das du Tommy bist, mein Tommy.
Ich vermisse dich so sehr mein Tommy...
Ich merkte kaum wie du immer älter wurdest, auch das geschah in Würde, ich merkte nur das du stille geworden bist, nicht mehr so deutlich Ansprüche gestellt hattest, es war unmerklich, irgendwie feiner. Als deine Pfote dick wurde nahm ich es verdammt ernst aber ich glaubte nicht an etwas schlimmes, ich dachte es ist ein alte verkapselte Abszess oder eine kleine Verletzung die wieder heilt. An dem Morgen am 02.Juni 09 standst du neben mir und wolltest das ich es sehe, am Vorabend war das nicht dick… ich rief unsere Tierärztin an aber sie war nicht erreichbar. In meine Ungeduld fuhr ich mit dir in die Klinik und ich glaubte nicht was man mir sagte…es sollte ein Tumor sein…NEIN NEIN NEIN...
Am Montag schon waren wir in der TÄ-Praxis und sie bestätigte die Diagnose, sie schlug eine Amputation vor. Das wollte ich nicht denn ich dachte du willst es nicht, ich glaubte dich so gut zu kennen, mein Tommy ohne Vorderbein..ne das war undenkbar. Dafür versuchte ich alles was Schulmedizin oder Homöopathie bot, aber der Tumor wuchs weiter und plötzlich platze die Haut und ließ dem blutigen Tumor frei. Es sah so schrecklich aus und das war dir bewusst…du hast noch nicht gehumpelt…und ich überlegte nun das jetzt wo das geplatzt ist nicht mehr schlimmer werden kann…
Ich musste auf Transport um Hunde zu holen und Frau Dr. Tonzer sorgte für dich in der Woche, ich rief täglich aus Kroatien an und erkundigte mich wie es dir geht. Ich hörte nichts negatives aber auch nicht positives… und erst jetzt wurde mir klar das du bald nicht mehr bei mir sein wirst.
Ich vermisse dich so sehr mein Tommy...
Als ich dich am Sonntag, es war schon spät am Abend in der Praxis holte hast du mich kaum beachtet, du warst beleidigt und sauer, mit Recht, mein Tommy… Dennoch nach zwei Tage war alles wieder gut und du hast wie immer meine Nähe gesucht und Schmuseeinheiten…nur mein Ohr hat dich nicht mehr interessiert…es schien als hättest du keine Kraft dafür. In der zeit bis zum 01.Sept. habe ich so oft versucht dich nah an mein Ohr zu halten…aber du hast es nie wieder getan, du hast nicht mehr nuckeln können.
Ich vermisse dich so sehr mein Tommy...
Ich wollte dich nicht verlieren… ich ging wieder mit dir zu TÄ doch wir waren uns einig das wir dir kein Gefallen tun.. wie heilt die Wunde… wie kommst du ohne das Beinchen zurecht…du warst schon ein alte Kater voll Würde, stolz, und ich dachte an die Zeiten als du noch mit Felix Toilette geteilt hast und Felix nie sein Häufchen zugescharrt hat, dafür machtest du das nach ihm. Wie wurde das gehen ohne das Vorderbein, ich fürchtete auch um dein Ansehen, so viele Kater die dich um dein Revier, um dein Platz an meiner Seite beneideten…ich wollte nicht das du seelisch leidest. Also musste ich schweren Herzen in Kauf nehmen das du bald gehst, für immer… aber das so krass wie ich es jetzt empfinde wird ahnte ich nicht einmal. Es hieß auf dein Zeichen warten…ein Zeichen das du nicht mehr magst bzw. nicht mehr kannst.
…so langsam ganz langsam fingst du an Verstecke zu suchen, hast nur dann gegessen wenn ich es dir nah gebracht habe, nur Milch hast du wirklich gerne getrunken und viel… ich liebte die Momente, ich hatte Hoffnung…und gleichzeitig wusste ich es gibt keine Hoffnung mehr. Es fiel mir schwer das einzugestehen…ich wollte aber auch nicht das du leidest, das du Schmerzen hast,.. Doch ich fürchte ich hatte schon zu lange gewartet, ich wollte nicht das du dich quälst, ich wollte das es gut für dich ist, nicht für mich! So stand der Termin deines Todes fest, und jeder neue Tag war wie Feuer in meine Seele das brannte und ich bat Gott die Zeit zu verlängern, die Tage elastisch zu machen…die Stunden lang.
Und dann kam der Tag, und statt dich zu verstecken warst du bei mir…warum Tommy… hast du es geahnt, gespürt, befürchtet…
Du warst anderes, du warst unruhig, sogar ein wenig Sheba hast du gegessen und sehr, sehr viel Milch getrunken… und dann bist du in das andere Zimmer gegangen, ich suchte dich und ich fand dich nicht…du warst am Fenster von außen… ganz anderes als deine Gewohnheit in der letzte Zeit war… als ob du flüchten wolltest…dich aber doch nicht getraut hast. Ich holte dich wieder rein, legte dich neben mir, ich sprach immer wieder mit dir…und als es kurz vor 15:00 h an der Tür geklingelt hat wolltest du weg…ich ließ es nicht zu. Wir sprachen noch kurz über dich, deinem Leben, deine Gewohnheiten, deine Vergangenheit hier bei mir, du warst immer da …die ganze Jahre.
Du warst mein Trost und meine Freude, du warst ein Teil von mir.
Dann bekamst du die Beruhigungsspritze die du eigentlich gar nicht wolltest, du hast dich dagegen gewehrt, ich streichelte dich, spürte deine Wärme und dachte immer das du bald ganz kalt sein wirst… das nahm mir dem Atem und brachte Tränen, deine Pupillen waren schon sehr groß aber du bist nicht beruhigt gewesen und dann hieß es die 2. Spritze, die die die ewige Ruhe bringen sollte, du wehrtest dich schon gegen das Gummibändchen um dein Vorderbeinchen, du wolltest es einfach nicht. Du hast eine Kraft entwickelt die auch von mir Kraft verlangte, Kraft dich fest zu halten damit die Vene getroffen werden kann und die durchsichtige Flüssigkeit den Tod bringt. Ich hielt dich fest und dein Schreien ließ mich erfrieren… ich bereute dem Schritt, ich bereute es so entschieden zu haben…und Schreie hörten nicht auf, ich war unfähig zu bemerken das Schreie aufgehört haben, das du still bist…tot..tot …tot Die Ärztin sprachlos… ich auch…Laila schrie in dem Zimmer wo du dich die letzte Zeit immer zurückgezogen hattest… und ich lief rum wie in Albtraum…nahm dich in die Arme, spürte noch deine Wärme, deine Weichheit, deckte dein krankes Beinchen zu, zündete Kerzen. In Gedanken das die ganze Schuld das Beinchen hat, aber es gehörte zu dir, es war dein Beinchen…das gleiche Beinchen das so oft um meine Schulter lag.
Ich vermisse dich so sehr mein Tommy...
Es war kein richtige Zeitpunkt, es war voreilig, du wolltest noch bleiben..hier bei mir…mein Herz ist so schwer und es wird nie wieder Leichtigkeit erfahren!
Ich habe so `ne Angst Tommy, Angst das du dein Frieden nicht gefunden hast, das ich dich verraten habe…abgeschoben… ich liebe dich so sehr mein Katerchen. Ich legte dich in dein Kistchen, du lagst da völlig ruhig, Kerzen brannten überall…und ich hörte immer noch deine Verzweiflung, deine Schreie…
…und hoffte dein Schnurren zu hören! Ich konnte es nicht fassen, nicht begreifen, nicht verstehen das es dich nicht mehr gibt. Ich wollte deine Seele nicht auffangen, nicht spüren, ich hatte Angst, ich fühlte mich so schuldig!
Fast gefühllos habe ich die Erde ausgegraben, direkt neben Skyly und legte dich hinein, Das Kistchen war geschlossen aber ich konnte dich immer noch sehen, Dein Köpfchen, deine Augen, die Muster deines Felles… mir so bekannt das ich dich sofort mallen könnte…schwarz-weiss…du warst mir immer noch so nahe mein Tommy…auch als die Erde wieder auf das Kistchen zufiel und alles wieder eine gerade Fläche wurde und die Grabkerze flackerte der Nacht entgegen. Ich sah dich plötzlich wie du letzte Winter gegen die Schneeflocken gelaufen bist, sie mit Pfötchen auffangen wolltest und dich gewundert hast das deine Pfötchen sie zum Nichts machten…und ich wünschte mir dich wieder ausgraben zu können, deine Wärme in Armen festhalten, dir mein Ohr anbieten, dich aufhalten die ewige Grunde zu betreten. Abschied aufhalten, verschieben…
Ich vermisse dich so sehr mein Tommy...
…und muss weiter leben mit der Erinnerungen an dein letzte Kampf, dein Protest, so wie du dich gegen Tierarztbesuch gewehrt hast, nur stärke, verzweifelter, laute…
Du warst nicht einverstanden was mit dir geschah, mir bleibt nur die Hoffnung das du mir verziehen hast, dass du weißt das ich es nicht wollte, nicht so, nicht so..
Ich vermisse dich so sehr mein Tommy...
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Wenn ich dir etwas von mir geben könnte, wäre es mein Herz, damit du spüren könntest, wie sehr ich dich geliebt habe.
(Verfasser unbekannt)
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29.06.2010
Es vergeht kein Tag an dem ich nicht an dich denke, mein Tommy! |  | | | | | |
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