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Mein arme Tommy, so traurig, so bewusst dem Tod entgegen sehen, gehen wollen und doch am Leben bleiben... und ich ...             ich soll es entscheiden. Gerade ich !!!   Tommy war da...hier bei mir, 17 Jahre lang. Ein grosse Teil meines Lebens ist Tommy, so sehr mit Felix verbunden, so sehr mit dem Leben hier in Deutschland nach dem ich meine Heimat verlassen habe, den Krieg, Tommy der kleine Katerchen der auf dem Weg nach Hause schrie, an meinem Ohr nuckelte Mama suchend... ich kann nicht los lassen und ich kann nicht ertragen das er leidet. Ein grosse Teil von mir geht mit Tommy!...aber wann, wann kann ich mir ans Herz fassen und entscheiden...das Urteil fallen lassen, Tommy nie wieder sehen, nie wieder streicheln, nie wieder ...  wie soll ich damit weiter leben Gott gespielt zu haben?!

Ein Aushang beim Tierarzt: "Katerchen abzugebe, Halbangora, sehr lebhaft, muss sonst ins Tierheim da er dem alten Hauskater ärgert."

Als ich Tommy sah war ich zuerst entäuscht, von Angora war nicht einmal "A" da, aber es war um mich geschehen, ich wollte nicht das so ein kleiner, lustige, lebensfrohe Katerchen in Tierheim endet. So nahm ich Tommy mit.

Im laufe der Zeit entwickelte sich Tommy immer mehr zu Machokater, er verteidigte sein Revier und sicherte sich wo er nur konnte meine Nähe und Zuneigung. Er saß sehr gerne in meinem Schoss, zusammengerollt und auf mein Ohr blickend. So sehr sich andere um das nuckeln am eigenem Ohr bemühten und sogar Ohrring entfernten zeigte Tommy kein Interesse, er wollte nur ein Ohr und das war mein, nicht irgendein, es sollte immer mein linke Ohr sein.

Ich kenne viele Katzen, meine und auch andere aber Tommy war der eigensinnigste Kater den ich je gekannt habe.. Wenn ich im Bett lag kam er sofort und legte sich auf meine Brust oder Beine, er ließ sich von mir nie vertreiben aber wehe ein andere Artgenosse versuchte sein Platz einzunehmen. Er wollte immer etwas besonders sein, so mochte er Milch und die Malzpaste, wenn er mal zufällig eine Tube erwischte so machte er sofort ein Sieb daraus. Mit der Zeit merkte er das mich nichts so sehr ärgerte wie sein Trotzpinkeln. Er machte es nur wenn ihn etwas sehr störte und gegen dem Strich ging.

Jetzt so krank und humpelnd wie er ist, fast unbeweglich denn jeder Schritt muss höllisch weh tun, aber zur Toilette geht er auch wenn in der schreckliche Wunde Steinchen kleben  bleiben. Das außer dem Schmerz das er sowieso hat muss zusätzlich verdammt schmerzen.

Die Sonne war für Tommy so wichtig, Freiheit und die Sonne, jetzt wo er so krank ist meidet er beides… ich bringe ihn trotzdem immer wieder in dem Garten, lege ihm ein wenig hin und hoffe das seiner Knochen, sein Fell ein bisschen gewärmt werden. Er bleibt nicht lange, gerade so lang um mir ein Gefallen zu tun. Ich halte Tommy schon viel zulange am Leben, einmal weil er so wach schaut und alles was ich ihn vor die Nase setze aufisst, auch weil ich das Gefühl habe das er leben will auch wenn das Leben längst nicht mehr Lebenswert ist. Seine Augen sagen mir : “bitte lass mich noch ein wenig bei dir sein”, und doch war auch Egoismus dabei, ich wollte das er lebt, noch lebt!



                           Und wenn du stirbst, mein Freund,
                           dann würde ich gerne
                           deine Pfote halten,
                           wenn ich darf,
                           und deine Ängste nehmen,
                           wenn ich kann,
                           und auch dein Herz,
                           das schlagen will und mich 
                           in jedem Augenblick
                           mit so viel Einzigartigem beschenkt hat.

                                                        Und wenn du stirbst, mein Freund,
                                                        dann würde ich gerne
                                                        wortlos sein, wie eine Schale,
                                                        die dein letztes Schnaufen fängt,
                                                        dein Schweigen, dein Leiden.
Und wenn du stirbst, mein Freund,
dann würde ich gerne
an deiner leeren Hülle sitzen,
noch eine Weile
einfach sitzen,
bis meine Kraft mir reicht,
um wegzugehen.

                                                         Und wenn du stirbst, mein Freund,
                                                         dann würde ich gerne
                                                         vielleicht in meinen Träumen
                                                         dein Neues, Großes Leuchten seh`n.













Darf ich jetzt gehen?
Meinst Du, es ist der richtige Moment?
Darf ich mich von den schlimmen Tagen und endlos langen Nächten verabschieden?
Ich bin den Weg meines Lebens gegangen und habe mein bestes getan, ein Beispiel zu geben.
Darf ich also auf die andere Seite treten und meine Seele frei lassen?
Zuerst wollte ich nicht gehen, habe mit allen Kräften gekämpft.
Aber jetzt fühle ich, dass mich etwas ruft zu der Wärme und dem lebendigen Licht.
Ich möchte gehen. Ich möchte wirklich. Es ist schwer, zu bleiben. Aber ich verspreche, ich versuche mein bestes, um noch einen Tag zu leben.
So dass Du noch einmal auf mich aufpassen kannst und ich die grösste aller Lieben fühlen darf.
Ich weiss, dass Du traurig bist und Du Angst hast, denn ich fühle die Tränen, die mein Fell nass machen.
Ich bin nicht weit weg, ich verspreche es und hoffe, dass Du immer daran denkst:
Meine Seele wird Dich begleiten wohin in der Welt Deine Reise Dich auch führen wird.
Danke, danke, dass Du mich geliebt hast Du weisst auch, dass ich Dich liebe,
Deshalb ist es so schwer, sich zu verabschieden und dieses Leben an Deiner Seite zu beenden.
Also halte mich noch einmal fest und sage Worte, die ich gerne hören möchte, und weil Du mich tausendmal magst, lässt Du mich heute schon einschlafen.
Von Susan A. Jackson
 
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